Während der Kampfhandlungen im Donbass suchten Soldaten nach einer zusätzlichen Position. In einem halb zerstörten Gebäude fanden sie einen Hund – ohne Wasser, ohne Futter, allein zurückgelassen. Einer der Soldaten begann, regelmäßig dorthin zurückzukehren und ihn zu füttern. Über einen längeren Zeitraum hielt Dido dort aus und wartete auf den Soldaten bis es eines Tages genau an dieser Stelle zu einem Angriff kam. Das Gebäude wurde vollständig zerstört und lag in Trümmern – doch wie durch ein Wunder hat Dido überlebt.
In seiner Angst und Not suchte er den einzigen Menschen, der ihm in den vergangenen Wochen geholfen hatte.
Er lief zur Hauptposition des Soldaten und setzte sich ruhig neben ihn. "Da bin ich". Er kannte den langen Weg nicht und muss ihn anhand der Geruchsspur gefunden haben.
Daraufhin beschloss der Soldat, Dido in die Auffangstation nach Kramatorsk zu bringen.
Anfangs war Dido vorsichtig und ängstlich. Doch er taute auf und zeigte, dass seine Unsicherheit eine Folge der erlebten Ereignisse war – nicht seines Wesens.
Dido ist ein sehr ruhiger, freundlicher und stark menschenbezogener Hund. Er sucht Nähe, lehnt sich an Menschen an und drückt manchmal, auf den Hinterbeinen stehend, seinen Kopf an den Körper. Streicheleinheiten genießt er sehr, besonders das Bürsten.
Er wird von allen als sanft und gutmütig beschrieben. Daher bekam er auch seinen Namen: „Did“ bedeutet liebevoll "Opi".
Mit Hündinnen ist Dido freundlich und ruhig, sie suchen oft seine Nähe. Nur Rüden mag er meist weniger.
Dido kennt mittlerweile kleine Spaziergänge in ländlicher Umgebung an der Leine, die er sehr genießt. Nach dem Spaziergang wartet er ganz ruhig neben dem Menschen, bis die Tür zu zum Zwinger
geöffnet wird und er hinein geht. Als habe man es lange geübt.
Dido mag klare Abläufe und Rituale – sie geben ihm Sicherheit.
Eine wichtige Besonderheit bei Dido: Er ist fast taub. Er hört keine Stimmen mehr, aber reagiert auf Händeklatschen oder Handzeichen. Im Alltag bedeutet das, dass seine Menschen besonders achtsam
sein müssen – zum Beispiel bei der Sicherung.
Was Dido jedoch sehr wohl noch wahrnimmt, sind die Geräusche der Angriffe. Das Knallen und Beben macht ihm große Panik und er verkriecht sich zitternd.
Was Dido jedoch sehr wohl wahrnimmt sind die Geräusche der Angriffe. Das Knallen, Beben, Zischen der Drohne und Raketen löst ständig immer neue Panik aus. In solchen Momenten verkriecht er sich zitternd in seiner kleinen Hütte.
Äußerlich fällt Dido nicht sofort auf. Doch wer ihm begegnet, spürt schnell: Dieser Hund hat eine besondere Seele.
Wir wünschen uns sehr, dass er noch das Glück erleben darf, ein richtiges Zuhause zu finden.
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https://www.youtube.com/playlist?list=PLcsGPS09FBY6Q2xH5X9ID5BoA-ZWs_GoY
| Dido | Rüde, kastriert |
| Alter | geb. 2018 |
| gechipt/geimpft | ja |
| Größe | ca. 50 cm, 24 kg |
| Gesundheit | schwerhörig bis taub |
| Verträglichkeit | Hündinnen und Rüden |
| Aufenthaltsort | Ukraine |