CINDY

Cindy war im Tierheim in der Ukraine lange "unsichtbar". Man kann es kaum glauben, aber in mehreren Jahren regelmäßiger Besuche wurde sie von den Volontären nie wahrgenommen und selbst die Arbeiter wussten kaum etwas über sie. 
Irgendwann schaute eine Helferin in die vermeintlich leere Hütte des Zwingers und entdeckte ein Häufchen Elend. 
Zitternd ließ sich sich die kleine Hündin streicheln, starr und mit abgesenktem Kopf. Vermutlich wurde Cindy von den anderen Hunden gemobbt. Die Helferin brachte Cindy in einen Einzelzwinger, damit sie etwas zur Ruhe kommen konnte und sofort verwandelte sich das Ausdrucksverhalten der kleinen Hündin. Das Zittern verschwand, sie kam ganz nah, schmiegte sich an, warf sich auf den Rücken um den gekrault zu werden. Als sie merkte, dass der Abschied nahte, umschloss Cindy mit ihren Vorderpfötchen die Beine ihrer Retterin, um sie am Weggehen zu hindern. 
An diesem Tag begann unser gemeinsamer Weg, mit dem Ziel ein schönes Zuhause zu finden. 
Wir erfuhren, dass die Hündin wohl einmal eine Familie hatte. Als Cindy eines Tages von einem Auto angefahren wurde, waren sie nicht bereit, die Tierarztkosten zu übernehmen und so kam sie nach der notdürftigen medizinischen Versorgung in ein Tierheim.
Das war 2016. 
Viele schlimme Jahre im Zwinger folgten, bis wir sie Ende 2021, kurz nach dem Kennenlernen, in einer Pflegestelle in der Ukraine unterbringen konnten. Wir dachten, nun geht es ihr besser und wir können in Ruhe ihr richtiges Zuhause in Deutschland suchen. 
Doch durcg Einbruch des Krieges folgten viele Wochen der Angst und Sorge. es gelang uns nicht mehr rechtzeitig, die  Hunde im Norden von Kiew zu evakuieren. Ihre Pflegefamilie floh kurz bevor die Russen das Gebiet nördlich von Kiew besetzten und konnten die Tiere in den Evakuierungsbussen nicht mitnehmen. Eine Nachbarin willigte ein, Cindy zu versorgen, so gut es ging. Dann hörten wir wochenlang nichts mehr, jeglicher Kontakt war abgebrochen, das Dorf von der Versorgung, auch mit Lebensmitteln,  abgeschnitten.
Wir glauben Cindy schon verloren zu haben, aber wie durch ein Wunder hat sie überlebt und konnte nach dem Abzug der russischen Truppen abgeholt und über einige Umwege nach Deutschland gebracht werden. 
Die kleine Maus hat viel mitgemacht und ganz sicher haben sie die letzten Monate nochmal sehr geprägt. 
Sie hat ihre Bezugspersonen mehrmals verloren. Anfangs war sie noch sehr schreckhaft. Eine schnelle Bewegung, ein Geräusch und Cindy ist im Fluchtmodus. Dann kann auch kein Hindernis sie aufhalten, sie reisst sich los, springt über hohe Zäune etc. Sie muss in der Anfangszeit zu 1000% gesichert werden. 
Sobald Cindy Vertrauen gefasst und ihr Herz verschenkt hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass sie weglaufen könnte. Dann möchte sie immer bei ihren Menschen sein, am liebsten mit Körper- aber zumindest Sichtkontakt.  
Sie liebt es zu kuscheln und kann sich wunderbar entspannen. 
Sie macht gerne Spaziergänge und bringt sogar vor lauter Vorfreude ihr Geschirr selbst zur Haustür. Sie läuft auch von sich aus mit Begeisterung längere Strecken.
Von ihrem Unfall ist leider eine Arthrose in den hinteren Sprung- und Kniegelenken zurück geblieben. Sie sollte deshalb nicht viele Treppen laufen müssen. 
Wenn Sie sich entscheiden diese zarten kleine Hündin aufzunehmen, wird sie es mit unendlich viel Liebe danken.

 

CINDY Hündin, kastriert
Geburtsdatum 2016
gechippt/geimpft ja
Größe 40 cm 
Mittelmeerkrankheitencheck in Arbeit 
Gesundheit siehe Text
Besonderheiten keine
Verträglichkeit ja, aber 
Charakter sehr menschenbezogen, aber auch ängstlich 
Aufenthaltsort Nähe Frankfurt
vermittelbar ab sofort

 

Wenn Sie Cindy ein Zuhause geben möchten, finden Sie hier unser Interessentenformular >